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Alles rund um Promis

Paris Hilton verfolgt mich

Jetzt mal im Klartext:wir Mädels können den Promis einfach nicht enkommen…

Ich hatte vor, im Juli einen richtig schönen Urlaub zu verbringen – so ganz ohne Notebook, Telefon, Interviews, Texte und Promigedöns. Dafür aber mit viel Sonne, Meer und Beachromantik. Mein Freund freute sich sehr darüber. Hatte er doch gehofft, dass seine „Karla Kolumna“ mal von ihrem Job abschalten würde: “Mitten in der Pampa geht das bestimmt”. Ganz bestimmt.

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Also habe ich meinen Schnuckel eingepackt und bin mit ihm an einen relativ weit vom Schuss gelegenen Ort an der Küste in Norditalien gefahren. Für einen spontanen Kurzurlaub ist die italienische Riviera am Ligurischen Meer echt gut geeignet, ist sie doch praktisch einen Katzensprung (je nach Brenner-Staugröße auch zwei bis drei Tigersprünge) von München entfernt.

Paris Hilton, die ja bekanntlich in Flugmeilen denkt, hat sich wohl das Gleiche gedacht. Auch sie wollte mal aus dem großen L.A. raus und kurz über den Ozean in die Provinz düsen. Allerdings dachte sie da weniger an die kleine Bucht, in der wir nächtigten.

Der kleine, von Portofino unweit gelegene Ort, in dem wir urlaubten, bietet alles, was das sich VORÜBERGEHEND nach Entspannung und Zurückgezogenheit sehnende Herz begehrt:

- null Promidichte,

- kaum Urlauber - und wenn, dann nur italienische aus Turin oder Mailand,

- romantische Strandbuchten,

- tolle Eisdielen sowie Pizza-Pasta-Restaurants und…

- RUHE.

Hach…

Nach fünf Tagen mit Krimis (und Klatschzeitschriften) faul am Strand gammeln, knackige Körper bewundern, mehrmals täglichen Spaziergängen zu den Eisverkäufern und Pizzabäckern unseres Vertrauens sowie einigen semiaktiven Ausflügen in die nähere Umgebung war es meiner genauso guten Hälfte etwas zu ruhig. Da die noblen Badeorte Rapallo und Portofino sozusagen einen Mauseprung entfernt lagen, kam meine Zuckerschnute auf die zweifelhaft glorreiche Idee, uns doch einmal die beiden Küstendörfer anzuschauen. Schließlich sei die Architektur der Örtchen doch so schön, in denen früher große Literaten zu geistigen Ergüssen kamen sowie der völkerrechtliche Vertrag geschlossen wurde (Rapallo) und Humphrey Bogart mit Lauren Bacall in den Kissen turnte (Portofino). Romantik also inklusive. Da konnte ich natürlich nicht Nein sagen. Hätte ich aber besser mal, denn mir schwante Böses.

Kurz zur Info am Rande: Heute ist Portofino nicht mehr der begehrenswerte Urlaubsort der Hollywood- und Ciné Cité-Prominenz, die dort ihre Sommer verbrachten. Wenngleich die Reichen, Mächtigen und Schönen Italiens wie Berlusconi dort nun hauptsächlich ihre Ferienvillen in den warmen Monaten bewohnen, kommen die großen US-Stars dennoch gern mal für einen Abstecher vorbei. Schließlich reihen sich dort noble Cafés und ebenso noble Designer-Boutiquen aneinander - umrandet vom italienischen Flair. Die großen angemieteten Luxus-Yachten einer Reederei mit schönklingenden Namen wie QM, Altitude oder Lady Lola zeugen davon.

Unsere Wahl fiel also auf einen Dienstag. Mit einem Ausflugsschiff, das Paris Hilton gerade mal ein debiles Lächeln auf die Lippen zaubern würde, fuhren wir die Küste entlang und stiegen – ganz touristenmäßig mit Kamera und Flip Flops - nach einem kurzen Abstecher in Rapallo in Portofino aus. Allerdings machten wir nicht viel: wir wanderten bei etwa 36 Grad zum Kloster San Fruttuoso, ließen danach die beeindruckenden Preise außer Acht und futterten Pasta und süppelten Wasser, so viel wie rein passte, und schlenderten schließlich durch die kleine Altstadt mit ihren oben genannten unzähligen Boutiquen.

Da man in einem kleinen Ort wie Portofino (gerade mal 500 ständige Einwohner) kaum Möglichkeiten hat, sich durch imposante Seitengassen zu schlängeln, mussten wir auch am Gucci-Shop vorbei. Hätte sich nicht eine rege Meute von hysterischen Mädels und auch in Portofino eifrig aktiven Paparazzi vor dem Laden versammelt, hätte ich meinen romantisch drein blickenden Liebsten nicht eben mal kurz aus den Augen verloren. So aber wurde mein journalistisches Interesse durch die Frauen, die den armen Bodyguards vorm Laden begeistert ins Gesicht kreischten, und die vielen Kameras, die an die Schaufensterscheibe klackten, geweckt. Ein kurzer Blick nach rechts und zack! Da sah ich sie: die Hilton-Schwestern!

Paris und Nikki Hilton shoppten bei Gucci. Ist ja an sich nichts Neues. Und umwerfend berichtenswert ist das auch nicht, werdet Ihr sagen. Stimmt. Und dennoch war es mir diese langen Sätze wert. Denn ich möchte damit ein für allemal klar stellen: selbst im Urlaub (und auch ohne Klatschmagazine und Internet) entkommen wir Frauen den Promis nicht. Wenn man das mal unseren lieben Männern klar macht, verstehen sie vielleicht, warum wir Weiblein uns zwangsläufig mit dieser Welt beschäftigen müssen.

Autorin: Bente Matthes – kann Paris Hilton (und allen anderen Promis) nicht entkommen.

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5 Kommentare

  1. Kaddi sagte am 1. August 2010 um 09:20

    Gröhl, welcher Schreibjunkie versucht auch Ruhe zu bekommen? ;O) Obwohl es schon gut ist, mal ganz bewußt zu sagen-nein, ich mach heute alles außer das übliche. Ist gesund für die Seele… glaub ich… Liebe Grüße Kaddi

  2. Bente sagte am 1. August 2010 um 12:34

    Ja, das dachte ich mir auch und hab’s nun aufgegeben. Urlaub auf einer einsamen Insel wäre vielleicht noch von Erfolg gekrönt. Aber die gehören ja auch meist den Prominenten unter uns. ;)

  3. Thorsten sagte am 2. August 2010 um 13:04

    Also Promigott ist man permanent im Einsatz und hat Notizzettel, Handy und Internetzugang stets sogar in der Badeshort am Mann :) Im Bikini gibts dabei natürlich Nachteile.

  4. Jana sagte am 2. August 2010 um 13:06

    Wo kann man eigentlich anmelden, von welchen Promis man verfolgt werden möchte? Ich hätte da ne Liste..

  5. Bente sagte am 2. August 2010 um 13:16

    @Jana: Das hab’ ich mich auch schon gefragt.

    @Thorsten: Eben. Mit eckigen Beulen im Bikini sieht’s kaum sexy aus und der stilvolle Strandlauf wird zur Qual.