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Musikstars verbünden sich: Korn forciert Boykott gegen BP

Die vier Mitglieder der amerikanischen Rockband Korn hauen so richtig auf die Pauke. Denn sie haben die Nase gestrichen voll von der Ölpest, die sich vor der amerikanischen Küste am Golf von Mexiko immer weiter ausbreitet.

Im News-Bereich ihrer Homepage gab die Band bekannt, dass sie während ihrer Sommer-Konzerttour quer durch den amerikanischen Kontinent keines ihrer Tourfahrzeuge auch nur mit einem einzigen Tropfen BP-Benzin betanken werden. Auch andere Produkte des BP-Konzerns wie zum Beispiel Scheibenreinigungsmittel werden gemieden. (Wie die kalifornischen Musiker diesbezüglich allerdings mit Flugzeugbetankungen verfahren wollen, ist bisher nicht geklärt.)

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Um die Dringlichkeit zu verdeutlichen und ein Zeichen zu setzen, riefen sie zudem alle anderen Stars dazu auf, BP zu boykottieren. Schließlich fließen pro Tag vermutlich zwischen 60.000 und 100.000 Barrel Öl - das sind umgerechnet etwa 9,54 Millionen bis 15,9 Millionen Liter - ungehindert ins Meer. Eine Umweltverschmutzung unvorstellbaren Ausmaßes, die der Öl-Konzern seit der Explosion auf der angemieteten Bohrinsel am 20. April nicht stoppen kann.

Eine nicht nur für Korn-Sänger Jonathan Davis dramatische Entwicklung, die, wie er auf Korn.com erklärt, in Zukunft verhindert werden muss: “Es ist hart, die täglichen Bilder zu betrachten. Wir müssen unseren Teil dazu beitragen, um BP wissen zu lassen, dass es Konsequenzen hat, wenn man solche Dinge verursacht. Wir möchten eine Message an Unternehmen wie BP senden, damit sie künftig mehr vorbeugende Maßnahmen ergreifen. Um so kostspieliger ihre Strafe ist, desto mehr Geld werden sie investieren, dass solche Desaster nicht mehr passieren. Das ist purer und einfacher Kapitalismus.” Und der Frontman fügt hinzu: “Die Situation am Golf wird sich auf das Leben der Menschen dort und ihre finanzielle Existenz für immer auswirken.”

Korns Aktion scheint gewirkt zu haben. Angeblich sollen sich schon Lady Gaga, die Band Creed sowie die Backstreet Boys dem Boykott angeschlossen haben. Wir werden sehen, ob sie mehr Druck erzeugen können als Politik, Umweltschützer und örtliche Bevölkerung zusammen.

Autorin: Bente Matthes

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