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Apple-Gründer Steve Jobs gestorben

Mitbegründer von Apple, Steve Jobs ist im Alter von nur 56 Jahren gestorben. Der visionäre Erfinder war seit Jahren gesundheitlich schwer angeschlagen. Unlängst hat er den Chefposten an Tim Cook, der am Tag zuvor das neue iPhone vorgestellt hat, abgegeben und selbst die Funktion des Vorsitzenden des Verwaltungsrates angenommen.
Im Jahr 2004 überstand Jobs Bauchspeicheldrüsenkrebs, vor zwei Jahren hatte er eine Lebertransplantation und jetzt konnte ihm leider kein Arzt mehr helfen.
Der Innovateur hat nicht unsere Computer, Mobiltelephonie und unseren Musikgenuss und Medienkonsum nachhaltig beeinflusst.
Ruhe in Frieden Steve Jobs

Steve Jobs geflügelte Worte:
“Ihre Zeit ist begrenzt! Vergeuden Sie nicht Ihre Zeit damit, dass Sie das Leben eines anderen leben.”
“Sie müssen herausfinden, was Sie lieben. Das gilt für die Arbeit ebenso wie für geliebte Menschen.”
“Lassen Sie sich nicht von Dogmen einengen. Dogmen sind das Ergebnis des Denkens anderer Menschen.”
“Die Arbeit wird einen grossen Teil Ihres Lebens einnehmen, und Sie werden nur gute Arbeit leisten können, wenn Sie ihre Arbeit lieben. Also suchen Sie, bis Sie finden! Lassen Sie nie nach!”
“Lassen Sie nicht zu, dass der Lärm fremder Meinungen Ihre eigene innere Stimme übertönt. Und vor allem haben Sie Mut, Ihrem Herzen und Ihrer Intuition zu folgen.”

Offizielle Apple Stellungnahme:
„Apple hat ein visionäres und kreatives Genie verloren. Und die Welt einen außergewöhnlichen Menschen. Wer das Glück hatte, Steve kennenzulernen und mit ihm zu arbeiten, hat einen Freund und inspirierenden Mentor verloren. Steve hinterlässt ein Unternehmen, das nur er so aufbauen konnte, und sein Geist wird Apple für immer prägen.“

Auch unglaublich viel Weisheit teilt er mit den Absolventen in Stanford und Dank Youtube mit der ganzen Welt.

Übersetzung der Rede:
Ich fühle mich geehrt heute mit euch hier zu sein, bei eurer Abschlussfeier an einer der feinsten Universitäten, die es auf der Welt gibt. Ich habe nie eine Hochschule abgeschlossen. Um die Wahrheit zu sagen, jetzt gerade bin ich einem Hochschulabschluss am aller nächsten.
Heute will ich euch drei Geschichten aus meinem Leben erzählen. Das ist alles. Keine große Sache. Nur drei Geschichten.

Die erste Geschichte handelt über das Verbinden der Punkte.

Ich bin aus dem Reed College nach sechs Monaten ausgeschieden, aber weiterhin dort verblieben für weitere 18 Monate, bevor ich wirklich ganz gegangen bin. Aber, warum bin ich ausgeschieden?

Es begann noch bevor ich geboren wurde. Meine leibliche Mutter war eine junge, unverheiratete Uniabsolventin und sie entschied sich mich zur Adoption frei zu geben. Sie wahr sehr davon überzeugt, dass ich von Leuten mit einem Universitätsabschluss adoptiert werden sollten, so wurde alles dafür arrangiert, dass ich bei der Geburt von einem Anwalt und seine Frau adoptiert werde. Doch genau als ich heraus kam, entschieden diese sich, dass sie eigentlich doch viel lieber ein Mädchen hätten. So wurden meine Eltern, die auf der Warteliste standen, mitten in der Nacht angerufen und gefragt: „Wir haben ein unerwarteten kleinen Jungen; Wollen sie ihn?“ Sie sagten: „Natürlich.“ Meine leibliche Mutter fand später heraus, dass meine Mutter nie eine Universität absolviert hatte mein Vater nie eine Mittelschule abgeschlossen hatte. Sie verweigerte die Adaptionspapiere zu unterschreiben. Sie war nur einige Monate später damit einverstanden, als meine Eltern versprochen hatten, dass ich irgendwann zur Universität gehen würde.

Und 17 Jahre später ging ich auf die Hochschule. Aber aus Naivität habe ich ein College ausgesucht, dass so teuer war wie Stanford und alle erarbeiteten Ersparnisse meiner Eltern gingen für die Unigebühren drauf. Nach sechs Monaten konnte ich den Wert darin nicht sehen. Ich hatte keine Ahnung, was ich in meinem Leben tun werde und keine Ahnung worin mich die Universität darin unterstützen sollte, das heraus zu finden. Und nun stand ich da, hatte das ganze ersparte Geld meiner Eltern verbraucht, dass sie in ihrem ganzen Leben erarbeitet hatten. So entschied ich mich die Schule zu verlassen und daran zu glauben, dass alles irgendwie OK gehen würde. Es war ziemlich beängstigend damals, aber zurückblickend war es eine der besten Entscheidungen, die ich je gemacht habe. Ab der Sekunde, als ich ausgeschieden bin, konnte ich aufhören die Kurse zu besuchen, die mich nicht interessierten und mit denen beginnen, die für mich interessant waren.

Die Reed Universität bot zu dieser Zeit einer der besten Kalligraphie Kurse im Land an. Quer durch den ganzen Campus war jedes Poster, jedes Schild auf jeder öffentlichen Fläche wunderschön von Hand mit kalligraphischer Schrift versehen. Weil ich ausgetreten bin, musste ich nicht eine normale Klasse nehmen, ich entschied mich für eine Kalligraphie Klasse, um zu lernen, wie man das macht. Ich lernte über Serif und San Serif Schriftarten, über die unterschiedliche Größe vom Freiraum zwischen den verschiedenen Buchstabenkombinationen, über das was großartige Typografie großartig macht. Es war wunderschön, historisch, künstlerisch feinsinnig in einer Art und Weise, wie sie Wissenschaft nicht einfangen kann und ich fand es faszinierend.

In nichts von all dem steckte irgendwie die Hoffnung, dass es jemals eine praktische Anwendung finden würde in meinem Leben. Aber zehn Jahre später, als wir den ersten Macintosh Computer entworfen haben, kam alles doch auf mich zu. Und wir arbeiteten all das in den Mac ein. Es war der erste Computer mit wunderschöner Typografie. Wenn ich niemals diesen einen Kurs besucht hätte, würde der Mac niemals verschiedene Schriften oder proportional aufgeteilte Freiräume in den Schriftarten haben. Und seit Windows einfach den Mac kopiert hat, wäre es so, dass es gar kein normaler Computer gehabt hätte. Wenn ich niemals ausgeschieden wäre, wäre ich niemals in diese Kalligraphie-Klasse gegangen und private Computer würden nicht die wunderschönen Schriftarten haben, die sie jetzt haben. Natürlich war es nicht möglich diese Punkte(Ereignisse) miteinander zu verbinden, als ich noch in die Zukunft blickte, während ich noch auf der Universität war. Aber es war sehr sehr klar, als ich zehn Jahre später zurückblickte.

Nochmal, du kannst Punkte nicht verbinden, wenn du nach vorne blickst. Du kannst Punkte nur verbinden, wenn du zurück blickst. So musst du daran glauben, dass sich die Punkte irgendwie in der Zukunft verbinden werden. Du musst an etwas glauben – deinen Gott, Schicksal, Leben, Karma oder was auch immer. Diese Einstellung hat mich nie im Stich gelassen und machte den erheblichen Unterschied in meinem Leben.

Meine zweite Geschichte ist über Liebe und Verlust.

Ich hatte Glück – Ich fand was ich geliebt habe ziemlich früh im Leben. Woz und ich starten Apple in der Garage meiner Eltern, als ich 20 war. Wir arbeiteten hart und in zehn Jahren wuchs Apple von den zwei, die wir waren, zu einem 2 Milliarden Dollar Unternehmen mit mehr als 4000 Mitarbeiter heran. Wir hatten damals unser feinstes Stück geschaffen – den Macintosh – ein Jahr bevor ich 30 wurde. Und dann wurde ich gefeuert. Wie kann jemand gefeuert werden, wenn er das Unternehmen gegründet hatte? Naja, als Apple wuchs, stellten wir jemanden ein, bei dem ich glaubte, er wäre sehr talentiert darin das Unternehmen mit mir zu leiten und für das erste Jahr oder so, liefen die Dinge gut. Aber als unsere Visionen für die Zukunft begonnen haben sich zu unterscheiden, kam es zu einer Auseinandersetzung. Als wir diese hatten, war die Chefetage auf seiner Seite. Also war ich mit 30 draußen. Und sogar ziemlich öffentlich raus geworfen. Das, was mein einziges Ziel meines erwachsenen Lebens war, war nun vorbei und verwüstet.

Ich wusste wirklich nicht, was ich tun sollte einige Monate lang. Ich hatte mich so gefühlt, als hätte ich die vorangegangene Generation von Unternehmer in Stich gelassen, als hätte ich die Stafette fallen lassen gelassen, genau als diese mir übergeben wurde. Ich hatte mich mit David Packard und Bob Noyce getroffen und versucht mich zu entschuldigen, dass ich das alles so schlimm verkorkst habe. Mein Versagen war ziemlich in die Öffentlichkeit breitgetreten und ich überlegte sogar weg aus der Gegend zu ziehen. Aber etwas dämmerte mir langsam ein – ich liebte immer noch, das was ich tat. Und so entschied ich mich von Neuem zu beginnen.

Ich hatte es damals nicht gesehen, aber es stellte sich heraus, dass von Apple gefeuert zu werden, war das Beste, was mir je hätte passieren können. Der Druck des Erfolges war von der Leichtigkeit wieder ein Anfänger zu sein, komplett ersetzt worden, und das in allen Dingen. Es befreite mich, um eine der kreativsten Phasen in meinem Leben betreten zu können.

Während der nächsten fünf Jahren startete ich eine Firma namens NeXT, eine andere Firma namens Pixar und verliebte mich in eine wundervolle Frau, die später meine Frau wurde. Pixar entwickelte den ersten animierten Computer Film der Welt, Toy Story, und ist zur Zeit das erfolgreichste Animationsstudio der Welt. In einer bemerkenswerten Wendung der Dinge, kaufte Apple NeXT und ich war zurück bei Apple und die Technologie, die wir bei NeXT entwickelt haben, ist nun das Herzstück der Renaissance vom jetzigen Apple. Und Laurene und ich haben eine wundervolle Familie zusammen.

Ich bin mir ziemlich sicher, nichts von dem wäre jemals geschehen, wenn ich nicht bei Apple gefeuert worden wäre. Es war bitter schmeckende Medizin, aber es war genau die, die ich benötigte. Manchmal trifft dich das Leben mit einem Ziegelstein auf den Kopf. Verliere nicht deinen Glauben. Ich bin überzeugt, dass das einzige, was mich zum Weitermachen brachte, war, dass ich geliebt habe, was ich tat. Man muss das finden, was man liebt. Und das ist wahr in Bezug auf die Arbeit als auch im Liebesleben. Arbeit wird einen großen Teil des Lebens ausmachen und der einzige Weg um wirklich erfüllt zu sein, ist das zu tun, wovon man glaubt es sei eine großartige Arbeit. Und der einzige Weg großartige Arbeit zu tun, ist zu lieben was man tut. Wenn du es bis jetzt nicht gefunden hast, dann suche weiter. Bleibe nicht stehen. Mit allen Fasern deines Herzen wirst du es spüren, wenn du es gefunden hast. Und wie jede große Beziehung wird es besser und besser, wenn die Jahre vergehen. Also schaue dich um, bis du es gefunden hast. Bleibe nicht stehen.

Meine dritte Geschichte ist über den Tod

Als ich 17 war, las ich ein Zitat das ungefähr so klang: „Wenn du jeden Tag so lebst, als wäre es dein letzter, wird es höchstwahrscheinlich irgendwann richtig sein.“ Es hatte mich beeindruckt und seit damals über 33 Jahre habe ich jeden morgen in den Spiegel geschaut und mich selbst gefragt: „Wenn heute der letzte Tag in meinem Leben wäre, würde ich das tun, was ich mir heute vorgenommen habe zu tun?“ Und jedes mal wenn die Antwort „nein“ war für mehrere Tage hintereinander, wusste ich, ich muss etwas verändern.

Mich zu erinnern, dass ich bald tot sein werde, war für mich das wichtigste Werkzeug, das mir geholfen hat alle diese großen Entscheidungen zu treffen. Weil fast alles - alle äußeren Erwartungen, der ganze Stolz, die ganze Angst vor dem Versagen und der Scham – diese Dinge fallen einfach weg angesichts des Todes und es bleibt nur mehr das, was wirklich wichtig ist. Sich zu erinnern, dass man sterben wird, ist der beste Weg, den ich kenne, um der Falle zu entgehen und zu glauben man hätte etwas zu verlieren. Du bist vollkommen nackt. Es gibt keinen Grund, um nicht seinen Herzen zu folgen.

Ungefähr vor einem Jahr wurde bei mir Krebs diagnostiziert. Ich hatte eine Untersuchung um 7:30 in der Früh und es war deutlich ein Tumor auf meiner Bauchspeicheldrüse zu sehen. Ich wusste nicht mal was eine Bauchspeicheldrüse ist. Der Arzt sagte mir, dass das bereits eine Form des Krebs sei, der unheilbar ist und dass ich damit rechnen solle, dass ich nicht mehr länger als drei bis sechs Monaten zu leben habe. Der Arzt riet nach Hause zu gehen und meine Angelegenheiten alle in Ordnung zu bringen, was die Ärzte normal sagen, wenn sie sagen, man soll sich vorbereiten zu sterben. Es bedeutet zu versuchen, den Kindern das beizubringen und zu erklären, was man normalerweise geglaubt hat, man könnte es in den nächsten zehn Jahren tun, doch nun in einigen Monaten. Es bedeutet dass alles geklärt sein soll, damit es später so leicht als möglich für die eigene Familie wird. Es bedeutet sich zu verabschieden.

Ich lebte mit dieser Diagnose den ganzen Tag. Später am Abend hatte ich eine Biopsie, wo sie mir ein Endoskop in den Hals gesteckt haben, durch meinen Magen in die Eingeweide, wo sie mit einer Nadel einige Zellen von dem Tumor abgeschabt haben. Ich war betäubt, aber meine Frau, die da war, erzählte mir, dass als sie sich die Zellen unter dem Mikroskop angesehen haben, begannen die Ärzte zu weinen, weil es sich herausstellte, dass es eine ganz seltene Form von Beispeicheldrüsenkrebs ist, der mit einer Operation heilbar ist. Ich hatte die Operation und bin nun gesund.

Da war ich dem Tode am aller nähesten gekommen und ich hoffe das wird auch so bleiben für die nächsten Jahrzehnten. Das nun durchlebt zu haben, gibt mir die Möglichkeit euch mit mehr Gewissheit sagen zu können, dass der Tod ein rein nützliches geistiges Konzept ist:

Niemand will sterben. Nicht mal Menschen, die in den Himmel kommen wollen, wollen sterben, um dorthin zu gelangen. Und dennoch ist der Tod das Schicksal, das wir alle teilen. Niemand ist jemals entkommen. Und das ist so, wie es sein sollte, weil der Tod ist möglicherweise die beste Erfindung des Lebens. Es ist der Vertreter des Lebens für die Veränderung. Es räumt das Alte weg, um Platz zu machen für das Neue. Gerade jetzt seid das Neue ihr, aber eines Tages, nicht sehr viel später, werdet ihr langsam zum Alten gehören und weggeräumt werden. Tut mir Leid, dass ich so dramatisch bin. Aber es ist die Wahrheit.

Deine Zeit ist begrenzt, also verbrauche Sie nicht, um das Leben anderer zu leben. Sei nicht gefangen von Dogma, dass nur Leben nach den Überlegungen anderer Leute bedeutet. Lass nicht den Krach anderer Meinungen die eigene innere Stimme zum verstummen bringen. Und das aller Wichtigste, habe den Mut dem eigenen Herzen und der Intuition zu folgen. Diese wissen irgendwie schon genau, was du wirklich sein willst. Alles andere ist zweitrangig.

Als ich jung war, gab es eine erstaunliche Veröffentlichung genannt „The Whole Earth Catalog“, welches eine der Bibeln meiner Generation war. Es war erschaffen von einem Kollegen names Stewart Brand nicht weit von hier im Menlo Park und er brachte es zum Leben mir seinem poetischen Touch. Das war in den späten 60-er, bevor es noch PC´s und desktop publishing gab, so wurde alles mit Schreibmaschinen, Scheren und Polaroid-Kameras gemacht. Es war sowas wie Google in Papierformat 35 Jahre bevor Google auftauchte: es war ideologisch und überfüllt mit ordentlichen Feinheiten und großartigen Gedanken.

Stewart und sein Team haben mehrere Versionen vom „The Whole Earh Catalog“ raus gebracht, bis es zum Ende kam und sie eine letzte Finale Version veröffentlichten. Es war Mitte der 70-er und ich war in eurem Alter. Auf der Rückseite der letzte Version war eine Abbildung von einer Landstraße früh am morgen, die Art von Landstraße an der man als Anhalter stehen würde, wenn man ein Abenteurer wäre. Darunter standen die Wörter: „Bleib hungrig, bleib töricht.“ Es war ihre finale Nachricht als sie aufgehört haben. Bleib hungrig. Bleib töricht. Und dass wünschte ich mir immer für mich selbst. Und jetzt, da ihr nun absolviert und neu beginnt, wünsche ich euch das selbe.

Bleibt hungrig. Bleibt töricht.

Vielen Dank an alle.

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1 Kommentar

  1. Kaddi sagte am 6. Oktober 2011 um 13:01

    Eine tolle Rede, ein toller Mensch! Schade, schade, schade. Kaddi